Ein getrennt lebendes Elternpaar traf vor dem Familiengericht eine einvernehmliche Regelung über das Umgangsrecht des Vaters für die gemeinsame Tochter. Bereits zwei Monate später beantragte er eine Änderung des Umgangsrechts.

Dies ließ das Brandenburgische Oberlandesgericht jedoch nicht zu. Umgangsvereinbarungen oder gerichtlich angeordnete Umgangsregelungen müssen zunächst „gelebt“ werden, bevor ein Änderungsverfahren eingeleitet werden kann. Es muss daher erst eine gewisse Zeit verstreichen, bis das Familiengericht beurteilen kann, ob die gewählte Regelung – wie hier von dem Vater behauptet – dem Kindeswohl widerspricht.

Beschluss des OLG Brandenburg vom 16.09.2015

9 WF 207/15

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